Alle Meldungen

Zeitraum wählen:

bis

22.12.2017

Reise in den Herbst. Alles wie gehabt oder Zeitenwende?

Dokumentarfilm mit Martin Keßler am 30. Januar 2018 um 19.30 Uhr

Die Katholische Hochschulgemeinde zeigt den neuen Dokumentarfilm »Reise in den Herbst« (ca. 140 Minuten, 2017) von Martin Keßler. Der Filmemacher ist selbst anwesend und steht im Anschluss zum Gespräch bereit.

Dienstag, 30. Januar 2018__19:30 Uhr

Saal der KHG, Siolistraße 7, Frankfurt

Keßler schreibt über seinen Film: Alexander Gauland und Alice Weidel nehmen sich bei der Hand und reißen die Arme hoch! Die Wahlparty skandiert: AfD! AfD! Dann singen sie das Deutschlandlied.13 Prozent! Die AfD im Deutschen Bundestag! Draußen vom Alexanderplatz schallt es herüber: »Ganz Berlin hasst die AfD!« Und »Nationalismus, raus den Köpfen!«.

Januar 2017. Ich sitze im Zug von Frankfurt nach Koblenz. Meine »Reise in den Herbst« beginnt: Zu Marine Le Pen und Frauke Petry. Angela Merkel und Martin Schulz. Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler erklärt mir die »kannibalische Weltordnung« und Opel-Arbeiter zeigen mir ihre Fabrik, die platt gemacht wurde. Ich treffe »Einfache Leute«, die ihre Miete kaum noch zahlen können und Andreas Ehrholdt, der einst die Hartz IV-Proteste begann. Spreche mit Europa-Begeisterten von »Pulse of Europe« und Nürnberger Berufsschülern, die die Abschiebung ihres Klassenkameraden verhindern wollen. Und ich treffe »Revolutions-Romantiker« mit einer Kanone und Holzgewehren, die auf einen grundlegenden Umsturz hoffen. Dann der G-20 Gipfel in Hamburg - mit Massenprotesten und dem größten Polizeiaufgebot in der Geschichte der Bundesrepublik. Da komme ich gerade von der Beerdigung Helmut Kohls. »Reise in den Herbst« ist eine Reise durch Deutschland. Ein Land, das scheinbar blendend dasteht. Trotz Donald Trump, »Flüchtlingswelle«, islamistischen Terroranschlägen und AfD. Wäre da nicht das mulmige Gefühl einer »Zeitenwende«, die uns alle betreffen wird.

Mit freundlicher Unterstützung von STUBE (Studienbegleitprogramm) Hessen.